Protokoll : ABB - Indactic 2033


 

Der Telegrammverkehr wird durch den Master kontrolliert, d. h. die RTU antwortet nur auf Anfrage. Die Analyse der Telegramme ( D-words ) in Melderichtung ist nur in Bezug auf den zuvor in Steuerrichtung gesendeten Befehl möglich. Deshalb werden für die Aufzeichnung zwei Kanäle benutzt, die miteinander korrespondieren. Man kann zwischen Kanal 1 + 2 oder 3 + 4 wählen. Auf dem 1. Kanal erfolgt die Aufzeichnung in Steuerrichtung ( Master -> RTU ) und auf dem 2. Kanal in Melderichtung ( RTU -> Master ). Die 2-kanal Aufzeichnung hat den Vorteil, dass RTU Telegramme ( D-words ) mit Hilfe des vorangegangenen Master-Befehls analysiert werden können.

 

Indactic 33 : Parameterierung

 

 

CDE Adapter

Schalterstellung PDM wegen Synchronübertragung

Baudrate

50 - 2400 Baud ( variabel )

Modulationsart

Synchron Puls Code Modulation

Verfahren

Pseudo-Halbduplex ( PHD ) ist die Indactic 33 Standard-Überertragungsart.

Steuerrichtung :
Ein Telegramm besteht aus zwischen 1 und 18 Wörtern, die mit B, C, D und G kodiert sind. Die Lücken zwischen den Steuer-Telegrammen werden ständig mit Synchrowörtern ( 1110 1011 1001 0000 ) aufgefüllt. Die Übertragung hört nie auf.

Melderichtung :
Ein Telegramm besteht aus 0 bis 17 Wörtern, die mit C, D, und G kodiert sind. Ein allgemeines Synchro-Zeichen "SC" (111 0100 ) geht jedem Telegramm voraus, das zur Master Station gesendet wird, mit der Ausnahme, dass nach einem Aufruf CI1/ CI2 das Sondersynchro-Zeichen "SC*" benutzt wird. Dem Synchro-Zeichen selbst gehen einige Nullen voraus. Das "SC*" enthält die RTU Basis Adresse in den 4 niederen Bits. Eine 8 Bit erweiterte Adresse ist für den erweiterte Adressierungsmode angefügt. Zusätzlich können Messdaten mit CRC-8 kodiert werden. 

Toleranzgrenze 

0 - 50 %

PC ( TxT ) RuhePegel

-12 Volt / +12 Volt

Quittungsüberwachung

ja / nein

Richtung

Steuerung / Überwachung

Sperrzeit

mindestens 2 Synchrowörter ( Vorgabe ABB )

Hammingdistanz

4
Die Hammingdistanz = 4 wird durch 5 Hammingbits in jedem übertragenen Datenwort erreicht. 

 

Indactic 33 : Telegramm Struktur

 

Wort-Struktur :

 

M1 Bit wird zuerst übertragen

Mode bits ( M1, M0 ) 0 : B-Wort, Block
1 : G-Wort, Gruppe
2 : D-Wort, Daten
3 : C-Wort, Kontrolle
Linking bit ( L ) 0 : Letzes Wort des Telegramms, es folgen keine weiteren Wörter.
1 : Andere Wörter folgen.
I7, I6, I5, I4, I3, I2, I1, I0 Informationsbits
H4, H3, H2, H1, H0 Hamming Prüfbits

 

 

Byte Struktur :

 

B-Wort :

Das B-Wort bestimmt die Stationsadresse der betroffenen RTU und die Art des stattfindenden Datenverkehrs. Es wird nur vom Master in Steuerrichtung übertragen. 

 

RTU Basisadresse 0... 14 : Die Stationsadresse, an die der Befehl gerichtet ist. 
15 : Die gemeinsame Adresse ( broadcast address ) die an alle Stationen gerichtet ist.
Datentyp 0 : Befehl ( B0 )
1 : Sollwert ( B1 )
2 : reserviert ( B2 )
3 : zyklischer Sollwert ( B3 )
4 : spontane Zustands-Meldung Priorität 1 ( B4 )
5 : Zählwert ( B5 )
6 : Meldung ( B6 )
7 : spontane Zustands-Meldung Priorität 2 ( B7 )
8 - 15 : analoger/ digitaler Messwert ( B8 ... B15 )

 

G-Wort :

Das G-Wort ist die Informationsadresse. Jede 8 Bit Gruppe ( 1 Byte ) innerhalb der RTU kann mit dieser Gruppenadresse adressiert sein. Die Gruppenadressen von 0 bis 15  ( Listen Nummer = 0 ) werden für systeminterne Befehle, Sollwerte und Meldungen benutzt. 

 

Listennummer
( File Nummer )

0... 15
Eine Liste oder ein Block ist eine Einheit mit bis zu 16 aufeinander folgenden  Bytes ( 128 Bits ). Sie ist die grösste Informationsmenge, die in einem einzelnen Telegramm übertragen werden darf.

Byte Offset

0... 15
Ein Byte ist eine Gruppe von 8 Bits und ist einer Adresse in einer Liste zugewiesen.

Zählernummer

0... 63
Maximal 64 auf und ab Zähler pro RTU
 0   Erster Zähler der RTU
 1   Zweiter Zähler der RTU
 :
63  letzer Zähler der RTU

Messwertenummer

 0    Erster Messwert der Liste
 1    Zweiter Messwert der Liste
 :
15  16er Messwert der Liste

Erweiterte Adresse

0... 255
Neben der 4 Bit Base Adresse ( BA ) kann eine zusätzliche 8 Bit erweiterte Adresse ( EA ) verwendet werden. RTU's mit Base Adress-Mode und RTU's mit erweitertem Adress-Mode dürfen im gleichen System verwendet werden. Für den erweiterten Adress-Mode sollte vorzugsweise BA = 0 gewählt werden.

Erweiterte Adresse in der RTU
. über 'C34 Gext ...' in Steuerrichtung
. über 'SC*BA EA'   in Melderichtung

 

D-Word :

Das D Wort beschreibt die Information selbst.

 

 

 

 

 

Befehlstyp

0 : In Betrieb
1... 7 : reserviert

Funktionscode

0 : Normale Meldung, mit/ohne Zeit aufgezeichnet
1 : reserviert
2 : Normale Meldung, mit Zeit aufgezeichnet
3 : Normale Meldung, mit Zeit aufgezeichnet, aber Zeit oder Sequenz ist
     unzuverlässig
4 : Befehlsecho  echo, mit/ohne Zeit aufgezeichnet
5 : reserviert
6 : Befehlsecho, mit Zeit aufgezeichnet
7 : Befehlsecho, mit Zeit aufgezeichnet, aber Zeit oder Sequenz ist unzuverlässig

Kontakt Nummer
( BIT )

0... 7
Bit Nummer innerhalb eines Bytes. Ein Bit ist eine elementare Einheit einer Information und ist mit der Gruppenadresse und der Bit Nummer adressiert. Ein Bit kann den Zustand eines einzelnen Kontakts darstellen oder Teil einer grösseren Einheit sein. 

Länge

0... 16
Länge der Messwertliste. Worte folgen wenn G-Wort = 4 nach B1.

CON
Fortsetzungsindikator

( Continuation indicator )
0 : Keine weiteren Meldungen stehen an
1 : Weitere Meldungen stehen zur Übertragung an..

E/A

Für Befehle die geforderte Aktion oder für Meldungen der gemeldete Zustand.
0 : AUS ( nicht möglich für Pulsbefehle )
1 : EIN

 

C-Wort :

Die C-Wörter sind Organisations-Wörter und werden für Quittungen, Funktionstest , besondere Signale usw. benutzt. 

 

  Richtung I7 ... I4 I3 ... I0 Funktion
CI1 StR 1 1 1 1 0 0 0 0 Abfrage spontaner Meldungen Priorität 1
CI2 StR 1 1 1 1 0 0 0 1 Abfrage spontaner Meldungen Priorität 2
C34 StR 1 1 1 1 0 0 1 0 Erweiterte Adresse folgt
CBA StR 1 1 1 1 0 1 1 1 Alle RTU's sperren.
    1 1 1 1 x x x x 9 reservierte Codes für Übertragung von Informationen an alle RTU's.
    1 1 1 1 0 1 0 x 2 verbotene Kombinationen im Konflikt mit CF8/ CF12.
CS StR 1 1 1 1 1 1 1 1 Jede Übertragung stoppen
         
CA StR RTU addr 0 0 0 0 Quittungsanforderung nach einem Befehl oder Sollwert an alle RTU's
CN UeR RTU addr 0 0 0 1 Keine Meldung einer Zustandsänderung oder keine spontanen Daten verfügbar. 
    RTU addr 0 0 1 0 reserviert
CW UeR RTU addr 0 0 1 1 Block oder Gruppe nicht vorhanden 
CF8 UeR length - 1 0 1 0 0 CRC8 8 Bit kodierte Messwerte folgen nach B8...B15 Abfrage. 
CF12 UeR length - 1 0 1 0 1 CRC8 12 Bit kodierte Messwerte folgen nach  B8...B15 Abfrage.
    RTU addr 0 1 1 0 reserviert
CB StR RTU addr 0 1 1 1 Block RTU
CT StR/ UeR RTU addr 1 0 0 0 Funktionstest
    RTU addr 1 0 x x 3 Codes reserviert
CQN StR/ UeR RTU addr 1 1 0 0 Negative Quittung
    RTU addr 1 1 0 1 reserviert
CQ StR/ UeR RTU addr 1 1 1 0 Positive Quittung
CQF StR RTU addr 1 1 1 1 Positive Quittung und mit Abfrage fortsetzen.

 

B0 : System-interne Befehle

Alle Befehle ( B0 ) mit Gruppennummer <= 15 werden als systeminterne Befehle behandelt.

 

Gruppe D-Wörter Bedeutung
0 1

Initialisieren der Übertragung von 8 oder 16 Bit Zähler in den RAM.

0 2

Anforderung "soft reset" der RTU. Meldungen Priorität 1 und 2 in der "Main Queue" werden gelöscht.

0 3

Anforderung Reset/ Neustart der RTU.

0 5

Erneute Anforderung der letzen 5 Meldungen.

0 7

Anforderung Kontrollmeldungen, RC1 Kontact ( ED 1705 ) wechselt in den entgegengesetzten Zustand.

5 0

RC2 auf ED1705 schalten. ( Umschaltung auf den Standard Empfangskanal ).

5 1

RC2 auf ED1705 schalten. ( Umschaltung auf den Standby Empfangskanal ).

 

B1 : System-interne Sollwerte

Alle Sollwerte ( B1 ) mit Gruppennummer <= 15 werden als system-interne Sollwerte behandelt.

 

Gruppe D-Wörter Bedeutung
0 D0... D6 [ D7 ]

Datum/ Zeit in die RTU eintragen. D-Wörter enthalten je 2 BCD kodierte Zeitwerte.

1 D0... D1 [ D2 ]

Richtige Werte für die Uhrzeit eintragen.

4 D0... D7

Dateilänge der Messwertblöcke B8...B15 eintragen.

7 D0... D1

Adresse für "remote console" Funktion eintragen.

7 D0... D2

Adresse und neues Datum für "remote console" Funktion eintragen.

 

System-interne Meldungen

Alle Meldungen mit Gruppennnummer <= 15 werden als system-interne Meldungen behandelt und als Meldungen mit Priorität 1 nach dem Befehl B4 übertragen.

 

Gruppe Funktion Kontakt Zustand D-Wörter Bedeutung
0 2 0 1 D0... D3 [ D4 ]

Einschalten.
D1... D4 = Zeitwerte.

0 0 1 1 D0

FIFO Daten verloren.

0 2 3 0 D0... D3 [ D4 ]

Einloggen wieder möglich
D1...D4 = Zeitwerte

0 2 3 1 D0... D3 [ D4 ]

Einloggen nicht möglich
D1...D4 = Zeitwerte

0 0 4 1 D0

Hardware Wechsel festgestellt.

0 0 5 1 D0

Software Parameter Fehler festgestellt.

0 0 6 1 D0

Hardware Parameter Fehler festgestellt.

0 0 7 1 D0

ROM/ RAM Fehler festgestellt

1 2 1 1 D0... D3 [ D4 ]

Kontakt flimmert.
D1...D4 = Zeitwerte.

1 0 [ 2 ] 2 1 D0,
[ D1... D3, D4 ]

Befehlsausgabe gestört.
D1...D4 = Zeitwerte.

2 2 0 0 D0... D4

Wichtige Teile der Zeit-Variablen haben sich geändert
D1...D4 = Zeitwerte ( Stunde, Tag, Monat, Jahr ).

5 0 0 0 D0

RC2 auf ED1705 ist AUS ( automatisch durch RTU ).

5 0 0 1 D0

RC2 auf ED1705 ist AN ( automatisch durch RTU ).

5 0 1 0 D0

RC2 auf ED1705 ist AUS ( durch internen Befehl ).

5 0 1 1 D0

RC2 auf ED1705 ist AN ( durch internen Befehl ).

5 0 2 0 D0

RC2 auf ED1705 ist AUS ( manuell mit CI ).

5 0 2 1 D0

RC2 auf ED1705 is AN ( manuell mit CI ).

 

System-interne Status Informationen

Alle Status Informationen mit der Gruppennummer <= 15 werden als system-interne Status Informationen behandelt und werden nach dem Befehl B6 übertragen. 

 

Gruppe D-Wörter Bedeutung
0 D0... D6 [ D7 ]

Lesen von Datum/ Zeit von der RTU Uhr. D-Wörter enthalten je 2 BCD kodierte Zeitwerte.
Weiter D-Wörter werden hinzugefügt wenn das Uhr-Stop-Modul installiert ist.

1 D0

Lesen des aktuellen Korrekturwertes der RTU Uhr. D0 = "long term drift" Korrektur

3 D0... D15

Lesen der RTU Diagnostik Tabelle I.

4 D0... D15

Lesen der RTU Diagnostik Tabelle II.

7 D0... D2

Lesen der adressierten Schaltanlage ( "remote console" Funktion ).

 

Indactic 33 : Aufzeichnung ( Recording )

 

 

Die Einstellung Steuerrichtung wird für die RTI/ Master Simulation verwendet. Ein Master sendet Steuertelegramme und empfängt Überwachungstelegramme.
Die Einstellung Überwachungsrichtung wird für RTU/ Unterstation Simulation verwendet. Eine Unterstation sendet Überwachungstelegramme und empfängt Steuertelegramme.
Da die Simulation mit einem Kanal durchgeführt wird, bezieht sich die Parametrierung immer auf die Senderichtung.

Für eine Aufzeichnung sollten ausschlie▀lich 2 Kanäle verwendet werden. Ein Kanal um die Steuertelegramme und der 2. Kanal um die Überwachungsrichtung aufzuzeichnen.

Folgende Einstellungen in der Parametrierung werden benötigt :
. Kanal 1 : Überwachungsrichtung um Steuertelegramme auf COM Port 1 aufzuzeichnen.
. Kanal 2 : Steuerrichtung um Telegramme in Überwachungsrichtung auf COM Port 2 aufzuzeichnen.
Alternativ können Kanal 3 und 4 statt 1 und 2 verwendet werden.

Ab LIAN DOS Version v3.57.3 können RTU Telegramme ( D-Wörter ) mit Hilfe des vorhergehenden Master Befehls erkannt werden. Daher wird die vorhergehende 2-kanal Einstellung dringend empfohlen. Wenn nur ein Kanal für die Aufzeichnung in Überwachungsrichtung verwendet wird, wird die Information ( Meldungen, Messwerte, .. ) nur in einem allgemeinen Format dargestellt. Für die Steuerrichtung ist ein Kanal ausreichend.

Um die Steuerrichtung aufzuzeichnen, müssen die Synchonistionswörter auf der Leitung vom angeschlossenen Master ununterbrochen gesendet werden. Sobald die Synchronistionswörter erkannt werden, erscheint die Meldung "SYNC OK !" im System Informationsfenster. Nur dann können Steuertelegramme empfangen werden.

 

Indactic 33 : Simulation

 

Indactic 33 : RTI (Master) Simulation

Die Einstellung "Steuerrichtung" ist für die RTI/ Master Simulation notwendig.

 

 

RTI Simulation ist in mehrere Teile gegliedert.

Die verwendete Übertragungsart ist pseudohalbduplex ( PHD ). In diesem Modus stoppt der Master seine Übertragungsaktivitäten nie. Die Lücken zwischen den "Master -> RTU" Telegrammen werden mit Synchronisationswörtern aufgefüllt, die eine permanente Synchronisation des RTU Empfängers zulassen. Um das ständige Synchronsignal in SIMO einzuschalten, geben Sie im Fenster das Kommando "RTI" ohne weitere Parameter ein.

Für die weiterführende Simulation geben Sie das Kommando "RTI <Base Adresse> [<ExtendAdresse>]" ein. Die RTU Base Adresse ( < 15 ) wird vor dem Senden automatisch in Telegramme und Spontanmeldungsabfragen eingetragen. Wurde eine Erweiterungsadresse angegeben, so wird auch diese übernommen. Durch erneute Eingabe von RTI wird der Simulationsmodus beendet.

 

Der Automatismus für Spontanmeldungsabfragen läuft wie folgt :

 

Sie starten eine Abfrage manuell ( z. B. mit einer Folge ).

Sofern die RTU Spontanmeldungen hat, wird dies mit (SC*) gemeldet, und SIMO beginnt mit der B4 - CQF - CQF ... CQ Abfragefolge.

Somit können Sie alle Abfragen über Folgen realisieren ( sh SIMO : command "LF" und command "SF" ). Im Fall einer vorhandenen spontanen Meldung wird die Sequenz gestoppt, die Meldungen abgefragt und erst dann die Sequenz fortgesetzt.

 

Das Programm Simo reagiert bei Meldungsabfragen wie folgt :

 

Vorgeschichte Reaktion Beispiel
MS ->RTU :   CI1   ( manuell )
RTU->MS                SC*

MS ->RTU :   CI1             B4
RTU->MS                SC*            D0... Dn

MS ->RTU :   CI1             B4
RTU->MS                SC*            D0... Dn

Puffer 480
  

Puffer 483
  

Puffer 482
  

B4  - Abfrage
  

CQF - Quittung ( Forts. )
  

CQ  - Quittung ( Ende )
  

MS ->RTU :   CI2
RTU->MS                SC*

MS ->RTU :   CI2             B4
RTU->MS                SC*            D0... Dn

MS ->RTU :   CI2             B4
RTU->MS                SC*            D0... Dn

buffer 481
 

Puffer 483
 

Puffer 482
 

B7  - Abfrage
 

CQF - Quittung ( Forts. )
 

CQ  - Quittung ( Ende )
 

 

Indactic 33 : RTU (Slave) Simulation

Die Einstellung "Überwachungsrichtung" ist notwendig für die RTU/ Slave Simulation.

 

 

Geben Sie zum Starten der RTU-Simulation im Programm SIMO das Kommando "RTU <Base Adresse> [<ExtendAdresse>]" ein. Das Programm SIMO reagiert nun auf ankommende Befehle durch die nachfolgend aufgeführten Aktionen. Die zurückzusendenden Puffer sollten Sie vorher allerdings an Ihre Anforderungen anpassen. Adressen brauchen nicht berücksichtigt zu werden, sondern werden beim Senden automatisch von SIMO eingetragen. Durch nochmalige Eingabe von 'RTU' wird die Simulation wieder ausgeschaltet.

 

Befehl Reaktion Beispiel

B0    - Befehl
B1    - Sollwertabfrage
B3    - Zyklischer Sollwert

CI1   - Abfrage Spontanmeldung Prio 1
B4    - Abfr. spon. MLD Prio 1 der Station
CQF - weitere Meldungen Prio 1
CQ   - Abfrageende

B5    - Zählwertabfrage
B6    - Abfrage Meldungsstatus

CI2   - Abfrage Spontanmeldung Prio 2
B7    - Abfr. spon. MLD Prio 2 der Station
CQF - weitere Meldungen Prio 2
CQ   - Abfrageende

B8    - Messwertabfrage ( einzeln )
B9    - Messwertabfrage ( einzeln )
B10  - Messwertabfrage ( einzeln )
B11  - Messwertabfrage ( einzeln )
B12  - Messwertabfrage ( einzeln )
B13  - Messwertabfrage ( einzeln )
B14  - Messwertabfrage ( einzeln )
B15  - Messwertabfrage ( einzeln )

B8    - Messwertabfrage File
B9    - Messwertabfrage File
B10  - Messwertabfrage File
B11  - Messwertabfrage File
B12  - Messwertabfrage File
B13  - Messwertabfrage File
B14  - Messwertabfrage File
B15  - Messwertabfrage File

CT    - Funktionstest
CA   - Quittungsanforderung
CB   - Sperre RTU
CBA - Alle RTU's sperren
CS   - Jede Übertragung stoppen

Puffer 493
Puffer 493
keine

Puffer 490
Puffer 400
Puffer 401... 419
keine

Puffer 495
Puffer 496

Puffer 491
Puffer 430
Puffer 431... 449
keine

Puffer 458
Puffer 459
buffer 460
Puffer 461
Puffer 462
Puffer 462
Puffer 464
Puffer 465

Puffer 468
Puffer 469
Puffer 470
Puffer 471
Puffer 472
Puffer 473
Puffer 474
Puffer 475

Puffer 492
Puffer 493
RTU ist gesperrt
RTU ist gesperrt
keine

CQ ( positive Quittung )
CQ ( positive Quittung )
 

SC asterisk ( SC* )
Meldung mit Gruppe
Meldung mit Gruppe
 

Meldung ohne Gruppe
T mess. m/o Gruppe ( D0.... Dn/ CW )

SC asterisk ( SC* )
Meldung mit Gruppe
Meldung mit Gruppe
 

Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe
Meldung ohne Gruppe

Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW
Meldung ohne Gruppe/ CW

CT  ( Funktionstest )
CQ
RTU ist gesperrt
RTU ist gesperrt
 

 

Indactic 33 : Filter- und Trigger Bedingungen

 

 

Telegramm-Typ

TypeID : LIAN-DOS weist intern jedem Telegrammtyp eine eindeutige Typidentifikation zu, die auch zur Filterung von Telegrammen verwendet werden kann. In der nachfolgenden Liste findet man die zugeordneten Werte.

Block-Typ B-Byte low : 0... 15 ( B0... B15 )
Control-Typ C-Byte low : 0... 15 ( Eingang I3...I0 )
Erweiterte Adresse ( EA ) Mit Angabe einer erweiterten Adresse für die RTU. 
. via 'C34 EA ...'    ( in Steuerrichtung )
. via 'SC* BA EA'   ( in Melderichtung )
Wenn sie in einem Telegramm gesetzt ist, wird sie erkannt und automatisch gefiltert.
RTU Basisadresse ( BA ) B-Byte high oder C-Byte high ( in jedem Fall RTU Basisadresse )
Gruppennummer G-Byte : 0... 255 ( numerischer Wert des G-Bytes )

Ein Telegramm muss alle aktivierten Filter Bedingungen erfüllen. Wenn ein aktiviertes Filter-Kriterium nicht im Telegramm auftritt, wird dieses Telegramm gesperrt. Eine nicht aktivierte Filterbedingung ( operator = x ) ist unwirksam.  

Trigger Bedingungen werden analog behandelt.

 

TypeID Richtung Beschreibung
1 StR B0 : BEFEHL ( B1 G  D0 )
33 StR B0 intern : Initialisieren der Übertragung von 8 oder 16 Bit Zähler in den RAM.
34 StR B0 intern : Anforderung "soft reset" der RTU.
35 StR B0 intern : Anforderung Reset/ Neustart der RTU.
36 StR B0 intern : Erneute Anforderung der letzen 5 Meldungen.
37 StR B0 intern : Anforderung Kontrollmeldungen, RC1 Kontakt ( ED 1705 ) in den entgegengesetzten Zustand wechseln.
38 StR B0 intern : RC2 Kontakt auf ED1705 ausschalten. ( Umschaltung auf den Standard Empfangskanal ).
39 StR B0 intern : RC2 Kontakt auf ED1705 einschalten. ( Umschaltung auf den Standby Empfangskanal ).
     
3 StR B1 : SOLLWERT ( B1 G  D0... Dn )
49 StR B1 intern : Datum/ Uhrzeit in die RTU eintragen. ( B1 G  D0... D6 )
50 StR B1 intern : Datum/ Uhrzeit in die RTU eintragen. ( B1 G  D0... D7 )
51 StR B1 intern : Korrekturwerte für Uhrzeit eintragen. ( B1 G  D0 D1 )
52 StR B1 intern : Korrekturwerte für Uhrzeit eintragen.. ( B1 G  D0... D2 )
53 StR B1 intern : Dateilänge der Messwertblöcke B8...B15 eintragen.
( B1 G  D0... D7 )
54 StR B1 intern : Adresse für "remote console" Funktion eintragen. ( B1 G  D0 D1 )
55 StR B1 intern : Adresse und neues Datum für "remote console" Funktion eintragen.
( B1 G  D0... D2 )
     
5 StR B2 : reserviert
6 StR B3 : Zyklischer SOLLWERT
7 StR B4 : Anforderung Zustandsänderung für Meldungen Priorität 1.
8 StR B5 : ZÄHLER
9 StR B6 :Eingabe Kontakt Status
10 StR B7 : Anforderung Zustandsänderung für Meldungen Priorität 2.
11 StR B8 : Einzel-MESSWERTE
12 StR B8 : MESSWERT Blöcke/ Listen
     
13 StR CI1 : Aufruf Spontanmeldungen Priorität 1.
14 StR CI1 : Aufruf Spontanmeldungen Priorität 2.
15 StR C34 : Erweiterte Adresse folgt.
16 StR CBA : Alle RTU's sperren.
17 StR CS : Jede Übertragung stoppen.
18 StR CA : Quittungsaufruf nach Befehl oder Sollwert an alle RTU's.
19 StR CB : RTU sperren
20 StR CT : Funktionstest
21 StR CQN : Negative Quittung
22 StR CQ : Positive Quittung
23 StR CQF : Positive Quittung und Abfrage fortsetzen.
     
65 UeR SC* : Special Synchronzeichen folgt nach CI1/ CI2 Aufruf.
66 UeR CQ : Positive Quittung
67 UeR CQN : Negative Quittung
68 UeR CT : Funktionstest
69 UeR CW : Block/ Gruppe nicht verdrahtet.
70 UeR CN : Keine Zustandsänderungsmeldungen, keine spontanen Daten. 
     
71 UeR CF8 : CRC-8 kodierte 8 Bit Messwerte folgen nach B8...B15 Abfrage.
72 UeR CF8 : CRC-8 kodierte 12 Bit Messwerte folgen nach B8...B15 Abfrage.
73 UeR RTU Meldung mit Gruppe folgt nach B4/ B7 Abfrage
Dieser Telegrammtyp wird nur benutzt, wenn die Überwachungsrichtung mit nur einem Kanal aufgezeichnet wird ohne Aufzeichnung der Steuerrichtung.
74 UeR RTU Meldung mit Gruppe folgt nach B5, B6, B8... B15 Abfrage
Dieser Telegrammtyp wird nur benutzt, wenn die Überwachungsrichtung mit nur einem Kanal aufgeeichnet wird ohne Aufzeichnung der Steuerrichtung.
75 UeR nach B4 intern : System interne RTU Meldung mit Gruppe folgt nach B4 Abfrage.
76 UeR nach B6 intern : System interne Statusinformation ohne Gruppe folgt nach B6 Abfrage.
77 UeR nach B4/ B7 : RTU Meldung mit Gruppe folgt nach B4/ B7 Abfrage.
78 UeR nach B5 : Zähler mit Gruppe folgen nach B5 Abfrage.
79 UeR nach B6 : Eingangskontakt-Status ohne Gruppe folgt nach B6 Abfrage.
80 UeR nach B8... B15 : Einzel-Messwert ( 8 oder 12 bit ) ohne Gruppe folgt nach B8... B15 Abfrage.
81 UeR nach B8... B15 : Messwert Block/ Liste( 8 oder 12 bit ) ohne Gruppe folgt nach B8... B15 Abfrage.

 

Beispiele möglicher Filterbedingungen anhand verschiedener Telegramme

 

1. Sollwert-Telegrammsequenz :
  . Filterung nach Base Adresse :
                          Datentyp          :
                          Gruppennummer :

B1 G D0... Dn
( B1 high )
( B1 low )
( G )

2. CRC-8 codierte Messwerte :
  . Filterung nach C-byte ( C-Typ )

CF12 CRC-8 Daten ( C-Typ )
CF12

3. Funktionstest [mit Adresserweiterung]
  .Filterung nach Erweiterungsadresse
                         RTU Base Adresse :
                         C-Byte ( C-Typ ) :

[C34 extaddr] CT
( extaddr ) nur bei Adresserweiterung
( CT high )
( CT )

 

Indactic 33 : Übertragungsfehler

 

*F: Toleranz !

Die gemessene Zeichenlänge liegt ausserhalb der eingestellten Toleranzgrenze.

*F: Spike

Wort enthält falschen Hammingcode.

*F: SYNC

Abbruch der Synchroworterkennung nach zulässigen Startbits und erneutem Versuch.

*F: TimeOut !

Timeout bevor Telegrammformat erkannt wurde.

*F: BCCode !

Eines oder beide Check-Worte des CRC-8 Messdatensatzes sind falsch.

*F: Hammingcode !

Wort enthält falschen Hammingcode.

*F: Blocklaenge !

Telegramm zu kurz ( Störung ) oder Linkbit nicht 0 trotz Erreichens der maximalen Telegrammlänge.

*F: TelFormat !

Es wurde kein gültiges Telegrammformat erkannt.

*F: EndeZeichen !

Das Verbindungsbit ist nicht gültig

*F: QUIT-Verzug !

LIAN hat während der Master Simulation eine falsche Antwort von der Unterstation erhalten. 

 


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