Protokoll : Siemens - DUST 3964(R)


 

DUST 3964(R) : Parametrierung

 

 

CDE Adapter :

Modulationsart :

Baudrate :

Datenbyte :

Stoppbit :

Parität :

Time out :

16 Bit Blocklänge :

Quit-Ueberwachung :
 

Datenformat :

Schalterstellung PCM

Puls-Code-Modulation asynchron

100 - 115200 Baud

8 Bit ( variabel )

1 Bit ( variabel )

even / gerade ( variabel )

150 msec ( variabel )

ja / nein

Der Parameter wird nur für die Zweikanal-Aufzeichnung benötigt. In allen anderen Fällen muss er auf nein gesetzt werden.

- Transparent, datenunabhängig
- Sinaut  FWK 8 / II
- Sinaut FWK 16/ III
- Sinaut FWA

 

Wie noch in früheren LIAN-DOS Versionen, darf ab sofort die EES-Stellung am CDE-Adapter nicht mehr verwendet werden. Statt dessen wurde eine Zweikanal-Aufzeichnung implementiert.

 

DUST 3964(R) : Datenformate

Zwischen den Leitstellenrechnern und dem Fernwirkkopf werden Informationen in Form von Übertragungsblöcken ausgetauscht. In Melderichtung können dabei mehrere Koppelsätze in einem Übertragungsblock übergeben werden. Die Datenblocklänge nimmt dabei 8 Bit oder 16 Bit in Anspruch. Der Aufbau des Übertragungsblockes sowie des Koppelsatzes ist dem Programm TRAP bekannt. Der Anwender muss lediglich das Datenformat selektieren.

 

 

Protokollstruktur

 

Steuer-
zeichen
Codierung
hexadezimal
Bedeutung
STX
 
 

DLE ETB
 

DLE ETX

DLE
 


 

NAK
 

02
 
 

10 17
 

10 13

10
 
 
 
 

15
 

Durch senden von STX wird dem Partner die Sendewilligkeit signalisiert. Innerhalb der Quittungsüberwachungszeit wird eine Rückmeldung erwartet. Trifft sie nicht ein , wird das STX bis zu 2 mal wiederholt.

DLE ETB signalisiert das Ende eines Übertragungsblockes. Es wird noch mindestens ein Block folgen.

signalisiert das Ende eines Übertragungsblockes.

DLE signaliert Empfangsbereitschaft nach Empfang von STX und DC2. DLE ist auch die positive Rückmeldung auf einen korrekt empfangenen Übertragungsblock. Weiterhin leitet DLE auch das Ende-Steuerzeichen ETB oder ETX ein. Tritt zufällig im Datenblock ein DLE auf, so fügt die DUST 3964  ( R ) ein zweites DLE hinzu . 

NAK ist die negative Rückmeldung, wenn ein Block fehlerhaft empfangen wurde.

 

Block-Ende-Erkennung

 

Das Ende eines Blockes wird anhand der im Datenblock hinterlegten Länge erkannt. Es wird nach dem Empfang des Blocklängenbytes /- Wortes geprüft, ob die Länge grösser als 1026 ist. Trifft das zu, so wird der Empfang mit der Meldung "Länge falsch" beendet.

 

Überwachungszeiten der DUST 3964(R)

 

Quittungsüberwachungszeit tQ :

Die Quittungsüberwachungszeit wird nach Senden der Steuerzeichen STX, DC2, DLE, BCC oder DLE ETX BCC gestartet.

Zeichenüberwachungszeit tZ :

Der UART überwacht das Eintreffen der einzelnen Zeichen mit der Zeitkonstante tz. Trifft ein Zeichen nicht innerhalb dieser Zeichenüberwachungszeit ein, so wird die Übertragung abgeschlossen und der Anwender wird mit der Anzeige "TimeOut" informiert, falls die Übertragung nicht abgeschlossen ist.

 

DUST 3964(R) : Aufzeichnung

 

Einkanal-Aufzeichnung

Beim Mithören auf nur einem Kanal kann das Programm SIMO keine Protokoll-Überwachung ( STX => DLE ) durchführen. Um den Beginn von Übertragungsblöcken oder einzelnen Steuerzeichen zu erkennen, muss der TimeOut exakt eingestellt sein. Sollten bei der Aufzeichnungen von Blöcken Fehler auftreten, ist der TimeOut wahrscheinlich zu hoch. Bei 300 Baud beträgt die Einstellung etwa 150 msec. Je höher die Baudrate ist, umso kleiner muss der TimeOut eingestellt werden.

Bei der Parametrierung in LIAN den Parameter QUIT-Überwachung auf "nein" setzen.

Zweikanal-Aufzeichnung

Hier gibt es zwei miteinander korrespondierende Kanäle. Dies können wahlweise die Kanäle 1 + 2 bzw. 3 + 4 sein. Mit dem jeweils ersten Kanal wird dann die Steuerrichtung ( rti => rtu ) und mit dem Zweiten die Überwachungsrichtung ( rtu => rti ) aufgezeichnet. Dabei wird vom Programm SIMO eine Protokollüberwachung ( STX => DLE, ... ) durchgeführt. Im Programm LIAN muss bei der Parametrierung der Parameter QUIT-Überwachung auf "ja" eingestellt sein. Überwacht werden die DEL Quittungen auf STX oder auf einem Übertragungsblock. Fehlt die Quittung wird das mit einer Meldung "*F:Quit-Verzug !" angezeigt. Ist QUIT-Überwachung auf "nein" gesetzt werden die Meldungen zu Protokollverstössen unterdrückt.

 

DUST 3964(R) : Simulation

Um mit dem Programm SIMO auch als Gegenstation arbeiten zu können, wurde ein Simulationsmodus eingebaut. Mit den Kommandos "rti [ station ] [ fwk ]" bzw. "rtu [ station ] [ fwk ]" wird die DUST-Simulation gestartet. Der Parameter [ fwk ] legt die FWK-Nummer fest, die bei FWK16/ III vor dem Senden in den Übertragungsblock übernommen wird und kann bei anderen Datenformaten entfallen. Durch die Eingabe von "rti" wird diesem Kanal eine höhere Priorität zur Auflösung von Initiierungskonflikten zugewiesen. Die Einstellung "rtu" ist dabei niederprior und beantwortet zudem Prüfschleifen.

Im Simulationsmodus wickelt das Programm SIMO den Quittungsverkehr einer DUST 3964 ( R ) komplett ab, somit können Daten mit dem PC von einem Testobjekt empfangen und zu ihm gesendet werden. Dabei wird das Protokoll auf Verstösse überwacht und Protokoll-Fehler registriert.

 

 

Vorbesetzung der TDB-Puffer

DUST 3964 ( R ) allgemein :
TDBnum Kommentar -------- Daten ( hexadezimal ) ---
480
481
482
STX 
DLE
NAK
02
10
15

 

FWK 8/ II :
TDBnum Kommentar -------- Daten ( hexadezimal ) ---
499
Positive Quittung
0D 0C 00 04 04 87 07 00 02 00 00 00 A5 00 10 03 00

 

FWK 16/ III :
TDBnum Kommentar -------- Daten ( hexadezimal ) ---

497
498
499

StR (CC) zugeschaltet
Prüfschleife
Positive Quittung

0A 00 00 00 00 05 00 00 22 00 10 03 00
0A 00 00 00 00 05 00 00 02 00 A5 10 03 00
0F 00 00 00 00 0A 00 88 04 00 05 00 00 02 00 A5 10 03 00
Die Sequenz-Nummer wird beim Senden automatisch hochgezählt.

 

Sinaut 8-FWA :

Die als Parameter übergebene Stationsnummer wird in jenes Telegramm eingetragen und die TFK-Nummer richtig gesetzt. Ausserdem werden bei Bedarf vom SIMO automatisch Telegramme zurückgesendet, für die die folgenden Sendepuffer reserviert sind ( diese Puffer sollten nicht anders belegt werden ).

Num Kommentar STA T D Adre S Daten hexadezimal
495
496
497
498
499

Anlaufquittung
TFK-Quittung
ZX STOP
ZF Bit
Prüfsatz

 0
 0
16
 1
 1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
514
513
782
781
512
0
0
0
0
0
00 00
00 00
1B 10 10 10 10 00 00 00 00
00 00 00 00 00
AA 55
Die Sequenz-Nummer wird beim Senden automatisch hochgezählt.

 

DUST 3964(R) : Klartext Ausgabeformat

In den Programmen SIMO, TRAP und TDEP lassen sich über den Menüpunkt <Format> die Ausgaben für jeden einzelnen Kanal steuern. Um die Ausgabe zu optimieren kann bei Protokollen mit langen Telegrammen zwischen drei Klartexteinstellungen unterschieden werden.

 

Klartext F 1 Aufgabe erfolgt in hexa-dezimal Darstellung.
Klartext F 2 Ausgabe erfolgt im protokoll-spezifischen Klartext, Übertragungsblöcke werden in Koppelsätze zerlegt.
Klartext F 3 Zur Zeit nicht verwendet. ( keine Ausgabe )

 

Bei PC-Last-Problemen sollten sie das "Klartext F 1" wählen.

 

DUST 3964(R) : Übertragungsfehler

 

*F:Sequenz Sequenznummer beim Empfang nicht sequenziell.
*F:Blocklaenge Die DBL-Angabe im Block entspricht nicht der tatsächlich empfangenen Länge.
*F:BCC Die Telegrammprüfsumme im BCC-Byte stimmt nicht.
*F:DLE DLE fehlt im Übertragungsblock ( DBL + 1 ).
*F:ETX ETX fehlt im Übertragungsblock ( DBL + 2 ).
*F:NAK Es wurde mit NAK anstelle von DLE quittiert.
*F:Quittung Es wurde nicht mit DLE quittiert.

 


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Handbuch LIAN DOS


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