5  Programm LIAN - Line Analysis Setup


 

5.1 Einführung

 

Das Programm LIAN stellt die Plattform des Softwarepaketes dar. Von hier werden über Menüpunkte die einzelnen Anwendungsprogramme  SIMO, FIPP, TRAP, TDEP und SHOW  aktiviert und die Parameter für die Aufzeichnung bzw. das Senden vorgegeben.

Dabei werden aus einem Pool von Datenübertragungsprozeduren die aufzuzeichnenenden Protokolle ausgewählt und die dazugehörigen Parameter eingestellt. Dies geschieht für jeden der vier Kanäle einzeln. Der Name des PRO-Files und des ARC-Files ist jedoch für alle 4 Kanäle gemeinsam gültig, d. h., eine Aufzeichnung erfolgt immer in eine Ausgabedatei.

Alle Einstellungen werden beim Verlassen des Telegramms über den Menüpunkt [Quit] automatisch als Default-Konfiguration unter dem Namen SIMO.KNF auf der Festplatte gesichert. Selbstverständlich können Konfigurationen mit einem frei wählbaren Namen als Gesamtkonfiguration ( Parametrierung für alle 4 Kanäle ) oder als Einzelkonfiguration ( Parametrierung eines einzelnen Kanals ) auf einem Datenträger abgelegt und zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder geladen werden.

Es empfiehlt sich, wegen einer besseren Übersichtlichkeit die vorgegebenen Dateierweiterung  *.GKF für eine Gesamtkonfiguration und *.EKF für eine Einzelkonfiguration zu verwenden.

 

 

5.2 Funktionstastenbelegung

 

[ F1 ] Hilfe zum aktuellen Menüpunkt
[ Alt ] - [ X ] Konfiguration sichern und Programm LIAN verlassen [ Quit ].

 

5.3 Menübefehle

 

5.3.1  File

Hier werden Funktionen zum Laden und Sichern von Gesamt-, Einzelkonfigurations- dateien, Dateien zur Definition von Informationstypen und Dateien mit der Simulationsbeschreibung, zum Einsehen des Inhaltes von Verzeichnissen und zum vorübergehenden Verlassen des Programms zur Verfügung gestellt.

 

5.3.1.1  File - Laden

Ermöglicht das Laden einer GesamtKonfiguration, EinzelKonfiguration, von Dateien zur Definition von Informationstypen oder Dateien mit der Simulationsbeschreibung SimListe.

 

5.3.1.1.1 File - Laden - Konfiguration

Ermöglicht das Laden einer zuvor mit Sichern erstellten Gesamtkonfiguration. Diese Gesamtkonfiguration umfasst alle unter dem Menuepunkt <Einstellung>  vorgenommenen Einstellungen, sowie die protokollspezifischen Parameter.

Folgende Dateien werden geladen bzw. kopiert :

name.GKF nach SIMO.KNF  => Gesamtkonfiguration für COM 1-4
name.TYP nach SIMO.TYP   => Telegrammbeschreibung für COM 1-4
name.SIM nach SIMO.SIM    => Simulationsbeschreibung für COM 1-4
name.VFL nach SIMO.VFL    => Vorfilter-Datei für COM 1-4
name.NFL nach SIMO.NFL    => Nachfilter-Datei für COM 1-4
name.FMT nach SIMO.FMT   => Format-Datei für COM 1-4
name.TSB nach SIMO.TSB    => Sequenzpuffer-Datei
name.TDi nach xxxxxx.TDB  => Telegrammpuffer für COM 1-4

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ('*') in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.GKF' ) eingegeben, werden die im KNF-Verzeichnis  vorhandenen GKF-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste geladen werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.1.2 File - Laden - Einzelkonfiguration

Ermöglicht das Laden einer zuvor mit Sichern erstellten Einzelkonfigurationsdatei ( EKF-Datei ).

Die Einzelkonfiguration umfasst alle Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menüfunktion <Comport> definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.EKF' ) eingegeben, werden die im KNF-Verzeichnis vorhandenen EKF-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste geladen werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.1.3 File - Laden - Informationstypen

Ermöglicht das Laden einer unter <Einstellung | Informationstypen> protokoll- spezifisch erstellten und über Sichern gesicherten Informationstyp Datei ( TYP-Datei ).

Die Typ-Datei umfasst Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menüfunktion <Comport> definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.TYP' ) eingegeben, werden die im TYP-Verzeichnis vorhandenen TYP-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste geladen werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.1.4 File - Laden - SimListe

Ermöglicht das Laden einer unter <Einstellung | Simulation> protokoll-spezifisch erstellten und über Sichern gesicherten Simulationsdatei ( SIM-Datei ).

Die SIM-Datei umfasst Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menüfunktion <Comport> definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.SIM' ) eingegeben, werden die im SIM-Verzeichnis vorhandenen SIM-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste geladen werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.2  File - Sichern

Ermöglicht das Sichern einer GesamtKonfiguration, Einzelkonfiguration, von Dateien zur Definition von Informationstypen oder Dateien mit der Simulationsbeschreibung SimListe

 

5.3.1.2.1  File - Sichern - Konfiguration

Ermöglicht das Sichern der Gesamtkonfiguration. Die Gesamtkonfiguration umfasst alle unter dem Menuepunkt <Einstellung> vorgenommenen Einstellungen, sowie die protokollspezifischen Parameter.

Folgende Dateien werden gesichert bzw. kopiert :

name.GKF nach SIMO.KNF   => Gesamtkonfiguration für COM 1-4
name.TYP nach SIMO.TYP    => Telegrammbeschreibung für COM 1-4
name.SIM nach SIMO.SIM     => Simulationsbeschreibung für COM 1-4
name.VFL nach SIMO.VFL    => Vorfilter-Datei für COM 1-4
name.NFL nach SIMO.NFL    => Nachfilter-Datei für COM 1-4
name.FMT nach SIMO.FMT   => Format-Datei für COM 1-4
name.TSB nach SIMO.TSB    => Sequenzpuffer-Datei
name.TDi  nach xxxxx.TDB    => Telegrammpuffer für COM 1-4

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.GKF' ) eingegeben, werden die im aktuellen KNF-Verzeichnis vorhandenen GKF-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt werden. Nach dem Betätigen der Eingabetaste wird der Dateiinhalt mit der aktuellen Konfiguration überschrieben.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.2.2  File - Sichern - Einzelkonfiguration

Ermöglicht das Sichern einer Kanal-Konfiguration.

Die Einzelkonfiguration umfasst alle Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menuefunktion Comport definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.EKF' ) eingegeben, werden die im aktuellen EKF-Verzeichnis vorhandenen EKF-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt werden. Nach dem Betätigen der Eingabetaste wird der Dateiinhalt mit der aktuellen Einzel- (Kanal-) Konfiguration überschrieben.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.2.3  File - Sichern - Informationstypen

Ermöglicht das Sichern einer unter <Einstellung | Informationstypen> protokoll-spezifisch erstellten Informationstyp-Datei ( TYP-Datei ).

Die Typ-Datei umfasst alle Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menüfunktion <Comport> definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.TYP') eingegeben, werden die im aktuellen Verzeichnis vorhandenen TYP-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt werden. Nach dem Betätigen der Eingabetaste wird der Dateiinhalt mit der aktuellen Informationstyp-Definition überschrieben.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.2.4  File - Sichern - SimListe

Ermöglicht das Sichern einer unter <Einstellung | Simulation> protokoll-spezifisch erstellten Simulationsdatei ( SIM-Datei ).

Die SIM-Datei umfasst alle Einstellungen, die sich auf den aktuellen Kanal beziehen. Dieser wird mit der Menüfunktion <Comport> definiert.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der entsprechenden Erweiterung ( Voreinstellung : '.SIM' ) eingegeben, werden die im aktuellen Verzeichnis vorhandenen SIM-Dateien angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt werden. Nach dem Betätigen der Eingabetaste wird der Dateiinhalt mit der aktuellen Simulationsbeschreibung überschrieben.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.3  File - Directory

Gibt einen Überblick über die verfügbaren Dateien in einem Verzeichnis.

Die Anzeige kann mit den üblichen DOS-Wildcards spezifiziert werden. Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt werden, kann den DOS-Wildcards auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.1.4  File - OS Shell

Mit dieser Funktion kann man das Programm LIAN vorübergehend verlassen. Geben Sie 'EXIT' in die Kommandozeile ein, um wieder zurückzukehren.

 

5.3.2  Show

Ruft das Programm SHOW auf, um die aktuelle Protokoll-Datei ( Voreinstellung ) einzusehen. Es kann aber auch ein beliebiger anderer Dateiname in das Eingabefeld eingegeben werden.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit der beliebigen Erweiterung eingegeben, werden die im aktuellen Verzeichnis vorhandenen Dateien mit entsprechender Erweiterung angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste geladen werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.3  Run

Unter diesem Menuepunkt stehen Funktionen zum Senden und Empfangen, zur Auswertung der mit Programm SIMO empfangenen Daten, zum Einstellen der Vorfilter und -trigger, zum Editieren von Telegrammpuffern und Sendefolgen zur Verfügung.

 

5.3.3.1  Run - Aufzeichnung SIMO

Senden und Empfangen von Telegrammen simultan auf vier Kanaelen und gleichzeitiges Archivieren der Übertragungsdaten.

 

5.3.3.2  Run - Auswertung TRAP

Protokollieren der Empfangsdaten in einem Klartext-Format, mit optionaler Selektion durch Filter- und Trigger-Bedingungen ( mit Nachfilter bzw. -trigger ).

 

5.3.3.3  Run - Vorfilter FIPP

Einstellen der Filter und Trigger für eine bedingte Aufzeichnung ( Vorfilter bzw. -trigger ). Diese Funktion ruft das Programm FIPP mit der Option 'Vorfilter/ -trigger Einstellung' auf.

 

5.3.3.4  Run - Telegramm Edit TDEP

Editieren und protokollieren von Telegrammpuffern und Sendefolgen zur Verwendung im Programm SIMO.

 

5.3.4  Protokoll

Hier werden die Schnittstellenparameter für den jeweils über Comport ausgewählten Kanal eingestellt.

Der Kanal kann über die verschiedenen firmenspezifischen Protokolltypen hinaus auch mit speziellen Funktionen, wie Terminal, Zeitmessung oder PCM ( UART ) parametriert werden.

 

5.3.4.1  Protokoll - gewählte COM

Auswahl des Kanals, der parametriert werden soll. Die Voreinstellung ist der aktuelle Kanal

 

5.3.4.2  Protokoll - Terminal

Definiert den aktuellen Kanal als Tastatur-Schnittstelle, d.h. dass über ihn Zeichen von einer Tastatur empfangen oder Zeichen von der Tastatur nach aussen gesendet werden können.

 

5.3.4.3  Protokoll - Zeitmessung und Tape Aufzeichnung

Ermöglicht das protokoll-unabhängige Ausmessen von empfangenen Impuls-Längen bzw. der StartFlanke.

Im Programm SIMO besteht für die Zeitmessung darüberhinaus die Möglichkeit, die empfangenen Telegramme in einer sogenannten Tape-Datei aufzuzeichnen, SIMO Kommando 'rec', oder sie abzuspielen, SIMO Kommando 'play'. Angaben zu diesen Kommandos erhalten Sie in der Online-Hilfe im Programm SIMO, Menuepunkt <SendTelegramm>.

 

5.3.4.4  Protokoll - Pulsweiten Messung

Das protokoll-unabhängige Ausmessen der Signalzeiten lässt sich für pulsdauer-modulierte und für pulscode-modulierte Signale einstellen.

 

5.3.4.4.1 Protokoll - Pulsweiten - PulsDauerModulation

Der mit dieser Funktion parametrierte Kanal misst die Länge pulsdauer-modulierter Signale, unabhängig von einem speziellen Protokoll-Format.

( siehe  Übertragungsprotokolle Pulsweiten )

 

5.3.4.4.2  Protokoll - Pulsweiten - PulsCodeModulation

Der mit dieser Funktion parametrierte Kanal misst die Länge pulscode-modulierter Signale, unabhängig von einem speziellen Protokoll-Format.

( siehe  Übertragungsprotokolle Pulsweiten )

 

5.3.4.4.3  Protokoll - Pulsweiten - Startflanke

Wird ein Kanal mit dieser Funktion parametriert, werden lediglich die Zeiten der Pegelwechsel und der physikalische Pegel aufgezeichnet.

( siehe  Übertragungsprotokolle Pulsweiten )

 

5.3.4.5  Protokoll - PCM ( UART )

Der mit PCM ( UART ) parametrierte Kanal zeichnet die vom UART empfangenen Daten unabhängig vom Protokoll auf. Geblockt wird entweder nach einem TimeOut oder nach 255 Zeichen.

( siehe  Übertragungsprotokolle asynchron PCM )

 

5.3.5  Einstellung

Hier werden der Name der Protokoll-Datei, der Name und die Grösse der Archiv-Datei eingestellt. Um Aufzeichnungsfehler bei niedriger Rechnerleistung zu vermeiden, kann man ausserdem einen RAM-Drive verwenden.

Für den aktuellen Kanal kann hier unter anderem festgelegt werden, ob eine Aufzeichnung in die Archiv-Datei bzw. in die Protokoll-Datei erfolgen soll, und ob die empfangenen Daten auf dem Bildschirm ausgegeben werden sollen. Soll eine der seriellen Schnittstellen von SIMO nicht belegt werden, kann man sie unter Kanalfreigabe sperren.

Die kanalspezifischen Einstellungen können auch während des Empfangs im Programm SIMO eingestellt werden.

 

5.3.5.1  Einstellung - ProtokollFileName

Hier wird der Name der Protokoll-Datei festgelegt.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit einer bestimmten Erweiterung ( Voreinstellung : '.PRO' ) eingegeben, werden die im aktuellen Verzeichnis vorhandenen Dateien mit dieser Erweiterung angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste bestätigt werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.5.2  Einstellung - ArchivFileName

Hier wird der Name der Archiv-Datei festgelegt, in die die Aufzeichnung der Empfangsdaten erfolgt.

Wird anstelle des Dateinamens eine DOS-Wildcard ( '*' ) in Verbindung mit einer bestimmten Erweiterung ( Voreinstellung : '.ARC' ) eingegeben, werden die im aktuellen Verzeichnis vorhandenen Dateien mit dieser Erweiterung angezeigt.

Mit den Pfeiltasten kann eine bestimmte Datei angewählt und mit der Eingabetaste bestätigt werden.

Soll ein anderes als das aktuelle Verzeichnis angezeigt oder gewählt werden, kann dem Dateinamen auch eine Pfadangabe vorangestellt werden.

 

5.3.5.3  Einstellung - ArchivGrösse

Hier wird die maximale Grösse der Archiv-Datei festgelegt. Der eingetragene Wert kann zwischen 1 und 32 MB betragen. Überschreitet die Menge der empfangenen Daten die Grenze, wird die Aufzeichnung am Beginn der Datei wieder fortgesetzt ( Umlaufpuffer-Datei ).

 

5.3.5.4  Einstellung - TDB Verzeichnis

Hier kann der Name des TDB-Verzeichnisses eingegeben werden, das eingestellt werden soll.

 

5.3.5.5  Einstellung - Tape Verzeichnis

Hier kann das Verzeichnis angegeben werden, in dem die mit der Tapefunktion aufgezeichneten Telegramme gespeichert werden ( vgl. Programm SIMO Menüpunkt <Send | Telegram> die Befehle 'rec' und 'play' ). Das Verzeichnis muss bereits existieren.

 

5.3.5.6  Einstellung - RAM Drive

Wenn Sie feststellen, dass das SIMO beim Schreiben auf die Festplatte häufig Toleranzfehler ( PDM oder Pulsweitenmessung ) meldet, sollten Sie für die Aufzeichnung eine RAM-Disk verwenden, mit der man den Erweiterungsspeicher wie eine Festplatte ansprechen kann.

Dazu muss der Treiber RAMDRIVE.SYS in die CONFIG.SYS eingebunden werden.

Ein typischer Aufruf könnte so aussehen :

DEVICEHIGH =C:\\WIN98\\RAMDRIVE.SYS 40960 /e

Hier wird eine 40 MByte grosse RAM-Disk im Erweiterungsspeicher installiert. DOS vergibt dafür einen freien Laufwerksbuchstaben, z.B. 'E:', unter dem man die Platte ansprechen kann. Anschliessend kann man im LIAN im Menüpunkt <RAM-Drive> den neuen Laufwerksbuchstaben eintragen.

SIMO verwendet nun automatisch während der Aufzeichnung des Protokoll's und Archiv's das angegebene virtuelle Laufwerk im Hauptspeicher. Erst beim Verlassen des Programms werden die beiden Dateien in Ihre Verzeichnisse auf der Festplatte kopiert.

Vor der Einrichtung des RAM-Drives sollte man sich Gedanken über die Aufteilung des Hauptspeichers machen; als Beispiel nehme ich einen Rechner mit 8 MByte Hauptspeicher.

  • 1 MByte ist für DOS und den Adapterbereich reserviert.

  • 1 MByte Erweiterungsspeicher sollte für die SIMO-Fensterroutinen freigehalten werden.

  • Der Plattencache bekommt 2 MByte.

Es bleiben also 4 MByte für die RAM-Disk übrig.

Wenn die RAM-Disk während der Aufzeichnung volläuft, schaltet das Archiv automatisch auf Umlaufbetrieb, d.h. die ältesten Telegramme werden überschrieben, während das Fehlerprotokoll beendet wird.

 

5.3.5.7  Einstellung - Comport

Auswahl des Kanals, der parametriert werden soll. Voreinstellung für alle anderen Programme ist der im Programm LIAN angewählte Kanal.

 

5.3.5.8  Einstellung - Kanalfreigabe

Bestimmt, ob der aktuelle Kanal vom SIMO eingesetzt werden soll. Wenn Sie z.B. auf COM1 eine Maus installiert haben, können Sie die Schnittstelle  hier für das Programm SIMO sperren ( "Kanalfreigabe nein" ).

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

Erscheint im Programm SIMO ein schwarzes Aufzeichnungsfenster, haben Sie alle vier Kanäle gesperrt.

 

5.3.5.9  Einstellung - UART FIFO

Bestimmt, ob während des Sendens und Empfangens das FIFO vom UART verwendet werden soll.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.10  Einstellung - Bildschirmausgabe

Die Bildschirmausgabe während der Übertragung mit SIMO kann unterdrückt werden, um Störungen bei hohen Übertragungsraten bzw. niedriger Rechnerleistung zu vermeiden.

Die Ausgabe kann auch während der Aufzeichnung im Programm SIMO unterbrochen werden.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.11  Einstellung - PROFile

Bestimmt, ob während der Übertragung ein Eintrag in die Protokolldatei erfolgen soll.

Das Eintragen kann auch während der Aufzeichnung im Programm SIMO unterbrochen werden.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.12  Einstellung - Eintrag ARCFile

Bestimmt, ob während der Übertragung ein Eintrag in die Archivdatei erfolgen soll. Bei hohen Übertragungsraten kann eine Unterbrechung der Aufzeichnung sinnvoll sein, um Fehler durch zu geringe Rechnerleistung zuvermeiden.

Das Eintragen kann auch während der Aufzeichnung im Programm SIMO unterbrochen werden.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.13  Einstellung - Scroll Window

Bestimmt, ob parallel zur Bildschirmausgabe ein Eintrag in den BackScroll-Buffer erfolgen soll. Ermöglicht das Zurückblättern in den Aufzeichnungsdaten. Der BackScrollBuffer-Eintrag kann für den aktuellen Kanal ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Bietet dem Anwender die Möglichkeit parallel zur Aufzeichnung die empfangenen Daten aller Kanäle durchzusehen. Die Daten sind kanalunabhängig nach Zeit sortiert. Die Aufzeichnung läuft ohne Einschränkung im Hintergrund weiter.

Der "BackScrollBuffer" ist als Umlaufpuffer-Datei organisiert. Alle Einträge erfolgen bis zu einer Grösse von 200 Bildschirmseiten ( 3800 Bildschirmzeilen ) sequenziell, anschliessend wird mit dem Überschreiben der ältesten Einträge begonnen.

Das Eintragen kann auch während der Aufzeichnung im Programm SIMO unterbrochen werden.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.14  Einstellung - Ausgabe Drucker

Bestimmt, ob parallel zur Bildschirmausgabe ein gleichzeitiger Ausdruck auf dem Drucker erfolgen soll, vorausgesetzt ein Drucker ist angeschlossen und betriebsbereit. Diese Funktion sollte nur bei reduzierter Datenaufzeichnung aktiviert werden, da sonst die Aufzeichnung durch die Druckausgabe gebremst wird. Bei Drucker-Fehler wird die Funktion automatisch deaktiviert. ( z. B. Auswahl bestimmter Datensätze durch das Setzen entsprechender Filter. ) Die Druckausgabe kann für den aktuellen Kanal ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Bei Druckerproblemen wird der Protokoll-Drucker automatisch vom Programm SIMO ausgeschaltet.

Um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten ist es nötig die AUTOEXEC.BAT wie folgt zu ergänzen :

MODE LPT1: ,,E

Die Ausgabe kann auch während der Aufzeichnung im Programm SIMO unterbrochen werden.

Der Schalter JA/ NEIN wird über die Eingabetaste betätigt.

 

5.3.5.15  Einstellung - Informationstypen

Bei bestimmten Protokollen ist es nicht möglich die einzelnen Telegrammtypen zu unterscheiden. Aus diesem Grunde wurde eine protokoll-spezifische Liste zur Typidentifikation eingeführt. Diese Liste ( SIMO.TYP ) beschreibt die Zuordnung der Telegrammadresse zum Telegramm-Typ.

Eine erstellte Liste kann über <File | Sichern | INFTYP> abgespeichert und über <File | Laden | INFTYP> bei Bedarf wieder geladen werden.

Zeigt das Konfigurationsfenster in der Zeile Informationstypen '????' so ist die Liste fehlerhaft oder nicht erstellt worden.

Die Festlegungen zur Typidentifikation finden Sie bei den betroffenen Protokollen.

 

5.3.5.16  Einstellung - Simulation

Einige Protokolle benötigen für die Simulation ( Kommando RTU bzw. RTI im Programm SIMO ) vorbesetzte Telegrammpuffer für bestimmte Reaktionen. Aus diesem Grunde wurde eine protokoll-spezifische Liste für die benötigten Informationen eingeführt. Diese Liste ( SIMO.SIM ) beschreibt unter Anderem die Stationsnummer und den Ablageort der Telegramme für die automatischen Reaktionen.

Eine erstellte Liste kann über <File | Sichern | SimListe> abgespeichert und über <File | Laden | SimListe> bei Bedarf wieder geladen werden.

Zeigt das Konfigurationsfenster in der Zeile Simulationliste '????' so ist die Liste fehlerhaft oder nicht erstellt worden.

Im folgenden sind die Protokolle aufgeführt, für die eine Liste erforderlich ist :

ABB - Indactic 21

 

5.3.6  Optionen

 

5.3.6.1  Optionen - Konfiguration

Zeigt einen Überblick über die aktuelle Gesamtkonfiguration.

Da das Konfigurationsfenster grösser als der Bildschirm ist, kann der Inhalt mit den Pfeil-Tasten [unten] und [oben] verschoben werden. Um die Tastatur für die allgemeine Bedienung wieder zu aktivieren, muss das Fenster mit [ESC] verlassen werden.

 

 

5.3.6.2  Optionen - Notizblock

Der Notizblock ist ein kleiner Editor, mit dem man sich Notizen zur aktuellen Sitzung machen kann. Die Dateigroesse ist auf 200 Zeilen und 76 Spalten festgelegt. Es können keine Zeilen eingefügt oder entfernt werden. Mit [F10] verlassen Sie den Editor und speichern Ihre Eingaben auf der Festplatte in einer ASCII-Datei mit der Endung '.pin'. Der Notizblock ist in allen Programmen aufrufbar ( im SIMO im Hauptmenue, sonst im Menü <Optionen | Notizblock> ).

 

 

5.3.7  Quit

Einstellungen sichern und das Programm verlassen.

Die aktuellen Einstellungen werden als Default-Einstellungen auf dem Datenträger gesichert und stehen beim nächsten Programmstart wieder zur Verfügung. ( Dateien : SIMO.KNF, SIMO.TYP und SIMO.SIM )

 

 


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