4  Hardware Erweiterungen für LIAN DOS


 

4.1 Zweikanal-Erweiterungsbaugruppe

 

In der Regel sind Personalcomputer nur mit zwei seriellen Schnittstellen, COM1 und COM2, ausgestattet. Die optionale Erweiterungsbaugruppe stellt die für die optimale Nutzung des Programms erforderlichen weiteren Schnittstellen COM3 und COM4 zur Verfügung. Bei dieser Baugruppe handelt es sich um eine 16-Bit ISA-Bus Platine mit zwei weiteren COM-Ports ( mit FIFO ), welche die Interrupts 10 und 11 mit den beiden zusätzlichen Schnittstellen COM3 und COM4 belegt. Die beiden AT-Interrupts dürfen deshalb nicht anderweitig genutzt sein bzw. benutzt werden.

D-SUB Stecker Kanal Interrupt I/O Adresse

9-pin ( am PC )
9-pin ( am PC )
9-pin
9-pin

COM1
COM2
COM3
COM4

4
3
10
11

3F8 - 3FF
2F8 - 2FF
3E8 - 3EF
2E8 - 2EF

 

4.2 Kabelsatz und Adapter

 

4.2.1 Lieferumfang

 

Variante Large, Variante Siemens und Variante ABB

2 x Monitor-Kabel mit 9-pin Buchse auf 25-pin Stecker

Die Kabel haben jeweils eine Länge von ca. 3 Meter und einen integrierten CDE-Adapter. Auf besonderen Wunsch können auch Adapter ( z. B. 25 auf 9-pin ) für den PC Anschluss geliefert werden.

Variante IEC Standard

2 x Kabel mit 9-pin Stecker auf 25-pin Buchse,  ca. 2 Meter

 

4.2.2  Beschreibung

 

4.2.2.1  Monitorkabel

Das Monitor-Kabel mit integriertem CDE-Adapter bildet die Verbindung zwischen dem PC und den Adapteraufsätzen zum Testobjekt hin. Dieses Kabel kann auch als Siemens FWK16/III-Monitorkabel verwendet werden. Der CDE-Schalter muss dafür in Stellung "PCM" sein. Der Anschluss erfolgt direkt über die Diagnosebuchse an der Siemens LT-Baugruppe.

 

4.2.2.2  CDE-Adapter

Der CDE-Adapter ist in das Monitor-Kabel integriert. über einen 3-stufigen Schalter sind verschiedene Funktionen einstellbar. Verschiedenfarbige Leuchtdioden zeigen die Pegellagen der Übertragungsstrecken an.

Schalterstellungen :

PCM ( asynchrone Puls-Code-Modulation )

Senden und Aufzeichnen an einer PCM-Schnittstelle oder die Verwendung von LIAN DOS im Terminalbetrieb.

PDM ( Digitale-Puls-Dauer-Modulation )

Senden und Aufzeichnen an einer DPDM Schnittstelle bzw. eines nicht UART kompatiblen ( synchron Protokoll ) PCM-Telegramm.

EES ( Empfänger/ Sender => Empfänger )

Zusammenführen zweier Halb-Duplex Signale auf einen Empfänger. So können z.B. beim SCTM Protokoll von Landis und Gyr die Übertragung TxD ( Sender ) und RxD ( Empfänger ) gleichzeitig mit einem Kanal aufgezeichnet werden.

Die Leuchtdioden sind paarweise angeordnet und beziehen sich jeweils auf den Sender oder Empfänger des Personalcomputers.

TxD : Sender des PC's RxD : Empfänger des PC's

grün => high Pegel

rot     => low Pegel

gelb => high Pegel

rot    => low Pegel

 

4.2.2.3  RTG-Adapter

Mit dem RTG-Adapter ( Cannon-Stecker ) kann das Monitorkabel über RTG-Buchsen an das Testobjekt, z.B. an Siemens LK-, VES- oder SEB-Baugruppen, angeschlossen werden.

Beim Aufzeichnen von Halb-Duplex-Übertragungen unter Verwendung der EES-Funktion am CDE-Adapter muss das eine Ende der RTG-Leitung an den Sender und das andere Ende an den Empfänger des Testobjektes gesteckt werden. Dabei ist es ohne Bedeutung welcher der beiden RTG-Stecker wohin gesteckt wird.

Bei der Aufzeichnung einer Voll-Duplex-Übertragung unter Verwendung der EES-Funktion darf nur eines der beiden Enden der RTG-Leitung an das Testobjekt gesteckt werden - entweder an den Sender oder an den Empfänger. Das andere Ende der RTG-Leitung muss also offen bleiben. Bitte achten Sie darauf, dass das offene Ende keinen Kurzschluss verursacht.

Bei der Simulation ( mit Senden ) muss auf die entsprechende Beschriftung an den RTG-Steckern und auf die richtige Schalterstellung am CDE-Adapter ( PCM/ PDM ) geachtet werden.

Beschriftung der RTG Stecker :

Güner Punkt  ( T bzw. S ) ( Transmit/ Senden )     = Sender des PC's
Gelber Punkt ( R bzw. E ) ( Receive/ Empfangen ) = Empfänger des PC's

 

4.2.2.4  HK-Adapter

Mit dem HK-Adapter kann das Monitorkabel über Klemm-Prüfspitzen ( Hirschmann ) an das Testobjekt angeschlossen werden.

Güner Stecker ( Transmit )  = Sender des PC's
Gelber Stecker ( Receive )  = Empfänger des PC's

 

4.2.2.5  FWP-Adapter

Der Adapter dient als Signalumsetzer und wird als Kupplung zwischen dem Monitorkabel und der Parametrierungsschnittstellen-Buchse an der Siemens FWP-Baugruppe eingesetzt.

Die Terminal-Funktion des Software-Paketes bietet unter anderem die Möglichkeit den PC als sogenanntes Pocket-Terminal zu verwenden. Sie können damit aus einer Siemens FWP-Baugruppe Daten aus dem Speicher auslesen, verändern und wieder in den Speicher zurückschreiben. Die Funktion wird zum Beispiel bei der Umparametrierung von Siemens SINAUT 8FW-Geräten oder bei einer Datenänderung im FWK8/II oder FWK16/III verwendet.

 

4.3  Dongle

 

! ! ! Der Dongle ist identisch mit der Software-Lizenz, bitte passen Sie gut auf ihn auf ! ! !

 

Der mitgelieferte Dongle ist ein kleiner Adapter mit 25-poligem Stecker und 25-poliger Buchse, der an die Drucker-Schnittstelle LPT1: Ihres PC angebracht werden muss. Die Druckerschnittstelle ist weiterhin uneingeschränkt verwendbar.

Der Dongle dient als Softwareschutz und ist somit für die Lauffähigkeit des LIAN-Programmpaketes zwingend erforderlich. Der Einbau der Zweikanal-Erweiterungsbaugruppe ist bei Dongle-Versionen optional und ermöglicht dadurch den Einsatz des LIAN-Softwarepaketes nun auch auf Notebooks, die über keine zusätzlichen Steckplätze verfügen. Bei frühen Versionen ist der Softwareschutz über die Zweikanal-Erweiterungsbaugruppe realisiert.

Auch ältere Versionen lassen sich jederzeit auf Dongle-Versionen umrüsten !

 

 


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Handbuch LIAN DOS


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