2  Anforderungen an Ihren Personal Computer


 

2.1 Hardware

 

CPU

Das Programmpaket LIAN DOS benötigt einen IBM-kompatiblen Personal-Computer. Grundsätzlich ist mindestens ein 80x86 / 20 MHz mit Arithmetikprozessor erforderlich, jedoch gilt hier je schneller desto besser, da die Leistungsfähigkeit der Empfangsroutinen von der Prozessorleistung abhängig ist.

 

Speicher

Ihr Rechner sollte mit mindestens 4 MB Erweiterungsspeicher aufwarten können, darüber hinaus gilt für die Speicherkapazität das gleiche wie für die CPU: je mehr desto besser.

 

Festplatte

Das Programmpaket LIAN DOS belegt mit ihren Programmdateien ca. 12 MByte auf der Festplatte. Das zur Laufzeit erstellte Archiv-File kann noch einmal bis zu 32 MByte beanspruchen. Weitere Dateien, wie Protokoll File, TRP File und der BackScroll-Puffer für die Online Auswertung benötigen auch Platz. Es ist also empfehlenswert wenigstens 60 MB auf der Festplatte für LIAN zu reservieren.

 

Schnittstellen

Der PC sollte über zwei serielle Schnittstellen ( COM1 und COM2 ) verfügen. Für den Einbau der Erweiterungsbaugruppe ist ein 16 Bit ISA-Bus Steckplatz erforderlich. An die Parallel-Schnittstelle LPT1: ( Druckerschnittstelle ) des PC muss der mitgelieferte Dongle angesteckt werden.

 

Interrupt

Für die maximale Nutzung des Programms SIMO, muss die mitgelieferte Erweiterungsbaugruppe eingebaut werden. Sie stellt die erforderlichen, weiteren zwei Schnittstellen COM3 und COM4 zur Verfügung. Dabei ist zu beachten, dass die Baugruppe dafür die Interrupts 10 und 11 benötigt. Diese Interrupts können deshalb nicht anderweitig genutzt werden. Der Einbau der Karte ist jedoch nicht zwingend.

Achtung bei Hauptplatinen mit PCI Bus :

Bei diesen Hauptplatinen werden normalerweise durch das BIOS den belegten PCI Steckplätzen die Interrupts frei zugewiesen. In der PCI Konfiguration ( im BIOS ) müssen deshalb die Interrupts 10 und 11 als ISA Resource manuell markiert werden.

 

Drucker

Es werden nur Drucker an der ersten parallelen Schnittstelle ( LPT1 ) unterstützt. Ihr Drucker muss über eingebaute 8-Bit Zeichensätze ( PC-8 / PC-850 ) verfügen ( diese Zeichensätze beinhalten über die ASCII-Zeichen hinaus Linienzeichen ).

 

2.2 Software

 

Betriebssystem

Als Betriebssystem wird mindestens MS-DOS Version 5.0 oder besser eine höher Version benötigt. Alternativ können auch die Betriebssysteme Windows 98 oder Windows 98se, in denen MS-DOS 7.0 enthalten ist, verwendet werden.

 

Systemkonfiguration

Bevor Sie mit der Installation beginnen, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Rechner richtig konfiguriert ist :

Das Softwarepaket LIAN DOS benötigt mindestens 1 MByte Hauptspeicher.

Die Datei CONFIG.SYS muss deshalb folgende Zeilen enthalten :

DEVICE =< Pfad >\HIMEM.SYS
FILES=30

Um eine störungsfreie Druckausgabe zu gewährleisten ist es nötig die Datei AUTOEXEC.BAT wie folgt zu ergänzen :

MODE LPT1: ,,E

Das Programm SIMO benötigt für den störungsfreien Betrieb mindestens 600 KByte des normalen DOS-Hauptspeichers und ausserdem noch ausreichend Erweiterungsspeicher. Ein Aufruf des DOS Befehls MEM.EXE ( MEM /p ) zeigt Ihnen den verfügbaren Hauptspeicher in Ihrem System an. Bei Bedarf können Sie mit dem DOS-Befehl MEMMAKER.EXE ( mit Vorsicht zu geniessen und nicht bei WIN 95/ 98 ) komfortabel für eine optimale Speicherorganisation sorgen. Stellen Sie ausserdem sicher, dass eventuell geladene TSR Programme und Treiber genug vom oberen Speicher übriglassen.

Der Plattencache SMARTDRV.EXE hat z.B. die schlechte Angewohnheit, sämtlichen verfügbaren Speicher für sich zu beanspruchen, wenn ihm nicht per Parameter mitgeteilt wird, wieviel er verwenden darf.

Die Programm SIMO und TDEP provozieren beim Hochlaufen den Treiber SHARE.EXE zu einer überflüssigen Warnung; wenn Sie auf diesen Treiber nicht verzichten können, müssen Sie bei der Fehlermeldung ( "unzulässige SHARE Operation beim Lesen von Laufwerk x" ) 'u' für übergehen eingeben. Die Programme laufen dann normal weiter. Alternativ können Sie auch mit dem DOS-Befehl "ATTRIB +r simo.exe" bzw. " ATTRIB +r tdep.exe" das "nur lesen" Attribut setzen. Allerdings muss dann vor dem Löschen der beiden Dateien dieses Attribut wieder zurückgesetzt ( Parameter -r ) werden.

Wie dargestellt sollte etwa eine Systemkonfiguration aussehen.

Beispiel einer CONFIG.SYS :

DEVICE=C:\WIN98\HIMEM.SYS
DEVICE=C:\WIN98\EMM386.EXE NOEMS I=B000-B7FF
FILES=30
DOS=UMB
DOS=HIGH
rem *** load high : DISPLAY.SYS ***
DEVICEHIGH=C:\WIN98\COMMAND\display.sys con=(ega,,1)
Country=049,850,C:\WIN98\COMMAND\country.sys
rem *** 40 MByte RAM Disk bei 64 MByte Hauptspeicher ***
LASTDRIVE=Z
DEVICEHIGH =C:\WIN98\RAMDRIVE.SYS 40960 /e

Beispiel einer AUTOEXEC.BAT :

@ECHO OFF
PROMPT $p$g
SET TEMP=C:\TEMP
rem C:\WIN98\COMMAND\MSCDEX.EXE /D:MSCD000 /M:24 /L:R
rem *** MOUSE besser n i c h t laden ***
rem LH C:\MOUSE\MOUSE
PATH C:\WIN98;C:\WIN98\COMMAND;C:\MOUSE
rem LH C:\WIN98\COMMAND\DOSKEY /BUFSIZE=256
mode con codepage prepare=((850) C:\WIN98\COMMAND\ega.cpi)
mode con codepage select=850
rem *** KEYB n i c h t load high ***
keyb gr,,C:\WIN98\COMMAND\keyboard.sys
rem C:\WIN98\COMMAND\SHARE.EXE /L:500 /F:5100
mode LPT1: ,,E

 

Messfehler bei PDM Protokollen, der Pulsweitenmessung oder auch bei Syncron-PCM Protokollen !!!

 

Verursacht durch die Verwendung einer Mouse :

Bei der Pulsdauermodulation oder starker Belastung des PC' s ( PDM Aufzeichnung mit hohen Baudraten ) kann es zu Zeitfehlern kommen, wenn die Mouse bewegt wird. Um das zu vermeiden sollte unter MS-DOS kein Mouse-Treiber geladen sein.

Ist bereits ein Treiber geladen, z. B. ein Logitech Treiber, kann man ihn mit folgendem Kommando aus dem Speicher entfernen :

MOUSE off

Anschliessend das Programm LIAN starten.

 

Verursacht durch Plattenzugriffe :

Bei der Aufzeichnung von pulsdauermodulierten Daten kann es bei höheren Baudraten ( z.B. 1200 Baud und mehr ) beim Schreiben auf die Festplatte zu Toleranzfehlern kommen. Die Ursache liegt an der zu langsamen Festplatte. Abhilfe schafft hier der Einsatz einer RAM-Disk, mit der man den Erweiterungsspeicher wie eine Festplatte nutzt. Dazu muss der Treiber RAMDRIVE.SYS in die CONFIG.SYS eingebunden werden. Ein typischer Aufruf könnte so aussehen :

DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\RAMDRIVE.SYS 2048 /e

Hier wird eine 2 MByte grosse RAM-Disk im Erweiterungsspeicher installiert. MS-DOS vergibt dafür einen freien Laufwerksbuchstaben ( z.B. \E: ) unter dem man dieses Laufwerk ansprechen kann. Im Programm LIAN im Menü-Punkt <Einstellung - RAM-Drive> muss dieser neue Laufwerksbuchstabe eingestellt werden.

Das Programm SIMO verwendet nun automatisch während der Aufzeichnung das angegebene virtuelle Laufwerk im Hauptspeicher. Erst beim Beenden des Programms werden die Dateien ( Protokoll-File und Archiv-File ) in ihre Verzeichnisse auf der Festplatte kopiert.

 

Programmpaket LIAN DOS und Windows 95 / Windows 98

 

Nach wie vor gilt, dass das Programm SIMO als Echtzeitanwendung  n i c h t  direkt unter Windows laufen sollte. Da bei allen Protokollen, die auf der Basis der Pulsweitenmessung ( PDM oder synchron PCM ) arbeiten, durch Windows Messfehler provoziert werden. Bei reinen asynchron PCM Protokollen, die den UART verwenden, kann man jedoch im MS-DOS Fenster von Windows problemlos arbeiten.

 

 


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Handbuch LIAN DOS


LIAN DOS Protocol Simulator and Analyzer
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